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Was gibt es neues?

Bericht - Pennälertag 2017

Liebe Freunde!
Die meisten meiner geschätzten Bundesbrüder, zumindest diejenigen die über Whatsapp und Zugang zur NBP-Gruppe verfügen, werden bemerkt haben, dass ich mich am vergangenen Wochenende für Euch, geschätzte Leser, als Reporter vor Ort zum Pennälertag 2017 begeben habe. Gleich vorweg: der Liveticker hat offensichtlich nur mäßigen Anklang gefunden, ich darf Euch im Laufe der Geschichte erklären, wie es zu diesen Aussetzern von Mensch und Technik kam und vor allem, was mit Sicherheit die meisten von Euch interessieren dürfte, was es mit Käsekrainerknödeln auf sich hat. 


Doch beginnen wir die Geschichte am Anfang. Beginnen wir sie an jenem Freitagnachmittag, den ich ohne jede böse Absicht damit verbrachte einen Kuchen zu backen (sic!), fernab jedweder Überlegung bei diesem Pennälertag an mehr als dem Festkommers teilzunehmen.  Dass das Schicksal andere Pläne mit mir haben sollte wurde mir in dem Moment schlagartig bewusst, als ich den Namen meines lieben Bundesbruders Petzi auf dem Display meines läutenden Handys erblickte. 

„Wann kommst du?“ 


Keine Begrüßung, kein scheinheiliges „wie geht’s?“, keine Wahlmöglichkeit ob ich etwas unternehmen wollte oder überhaupt Zeit hätte. Deutlicher hätte der Kontrast zu meinem friedlich vor sich hin wachsenden Germteig nicht sein können. Teils unserer Freundschaft, teils den rumgetränkten Rosinen geschuldet, erschien es mir das Logischste ihm mit „ca. 10 sollte sich ausgehen“, zu antworten. Ohne näheren Plan, standesgemäß in der Ledernen, machte ich mich also auf den Weg nach Wien. Kaum im Zug erhielt ich die Nachricht, dass mein lieber Bundesbruder es wohl doch nicht vor 1 Uhr früh in das Couleurdorf schaffen würde, es sich deshalb überlegte überhaupt zu kommen. Ich war schon auf dem Weg, was sollte ich also machen. 

Moment. Couleurdorf… Ihr habt richtig gelesen, liebe Bundesbrüder. Ganz Wien ist von den Roten besetzt. Ganz Wien? Nein! Ein kleines Dorf voll unbeugsamer MKVer  leistete an diesem Wochenende tapfer Widerstand, begleitet von reichlich Zaubertrank. Zu diesem Zweck wurde die Ottakringerbrauerei angemietet und mit ihren zahllosen Hallen, die wohl früher der Lagerung jeglichen Brauguts gedient haben, zu einem Dorf in der Stadt umfunktioniert. Die Hallen boten von gemütlicher Beislatmosphäre bis zur Disco für jeden etwas. Trotz des vielfältigen Angebots verlief sich die Veranstaltung nicht und man fühlte sich zu jedem Zeitpunkt am Pennälertag präsent. Kein Herumlungern auf verrauchten Buden, keine endlosen Taxifahrten. Das Couleurdorf war der Place to be und man fand dort alles, was es für einen anständigen Pennälertag brauchte.


Nun ja, fast alles. Denn bei meinem Eintreffen, Freitag 23:00 Uhr, fand ich eine nicht ganz unwesentliche Zutat für einen Pennälertag nicht vor. Die Rede ist von Bundesbrüdern. Selbst der treuste Pennälertagsteilnehmer, unser lieber Gandhi, hatte sich an diesem Tag schon zur Ruhe begeben. So oblag es mir zunächst alleine die Brauerei mit all ihren Winkeln zu erkunden. Kartenspiel, digitaler Schießstand, Karaoke, Fotoshooting, auch die gebotenen Aktivitäten ließen keine Wünsche offen. Die vorliegende Aufzählung ist bei Weitem keine vollständige. Ein Glück, dass das Band nun einmal verbindet wie Ihr alle wisst - Anschluss zu finden war also kein großes Problem. Es empfing mich eine offene, durchwegs positive Atmosphäre, die mich, als vorurteilsgeprägten Niederösterreicher, in Wien tatsächlich überraschte. Nach Petzis tatsächlichem Eintreffen um 1 Uhr verschwimmen die Aufzeichnungen, weswegen die restliche Nacht kurz und bündig als humorvoll und kurzweilig beschrieben wird. 


Jeder mag seine eigenen Theorien aufstellen, warum es am Samstag wieder bis 20:00 Uhr dauerte bis ich vor Ort war, Fakt ist jedoch, dass ich diesmal Unterstützung in Form von Bundesbruder Attila mitgebracht hatte. Als wir den Hof der Brauerei betraten war von der lockeren Stimmung des Vorabends nur noch wenig zu spüren. Der Grund war eine Knappheit bei der Ausgabe der Biermarkerl, der einen besorgten MKVer zu panischen Ausrufen „Das Bier ist leer!!!“ veranlasste, was die Menge in Aufruhr versetzte. Urheber dieses Geschreis und der damit einhergehenden Unruhe war niemand Geringerer als unser lieber Rubi, der in all seiner Pracht vor dem Eingang auf uns wartete. Rubi, schwer denkbar ohne seine beinahe noch bessere Hälfte, hatte natürlich auch Cody im Gepäck, der uns umgehend empfing. Sie führten uns zu unserer Tafel, wo uns neben einem ausgeschlafenen Gandhi auch Genesis, Vincent und Powidl begrüßten. Gemeinsam erlebten wir eine durchaus stimmungsvolle Landesverbandskneipe, bevor wir uns dem berüchtigten Pennälertagsclubbing widmeten. An diesem Tag möchte ich deutlich schneller zu dem „Der Rest war humorvoll und kurzweilig Teil“ springen, eine Sache sei allerdings noch erwähnt: über mich selbst werde ich nicht urteilen, doch der Blick in die Runde offenbarte, welch begnadete Tänzer die Nibelungia St. Pölten quer durch alle Altersklassen in ihren Reihen hat. Keiner blieb zurück, es war ein beeindruckendes Schauspiel das sich den anderen in Ehrfurcht dahinzappelnden Gästen des Pennälertags an diesem Abend bot.   


Gut heimgekommen blieb am nächsten Tag nur noch der Kommers. Meiner Gesundheit geschuldet entschied ich mich an diesem Tag allerdings dafür das Auto zu nehmen. Meine Bundesbrüder, an diesem Tag verstärkt durch Knut, Attila (nicht zu verwechseln mit dem mich am Freitag begleitenden Attila) und sogar einen unserer Füchse, den lieben Memphis, nahmen das jedoch keineswegs zum Anlass ebenfalls kürzer zu treten. Kein Wunder, hatten sie doch Freitag nicht miterlebt. Der Kommers fand in der Marxhalle statt, in der vormals die Rinderauktionen Wiens abgehalten wurden. Die dementsprechend dimensionierte Halle konnte nicht vollständig gefüllt werden, was für einen vergleichsweise kühlen Kommers in ungebrochen guter Stimmung sorgte. Erst an diesem Abend, quasi in letzter Sekunde, schaffte ich es dann auch tatsächlich mir köstliche Käsekreinerbällchen zu organisieren, denen ich voll Verzweiflung das ganze Wochenende erfolglos nachgejagt hatte. Fehlkommunikation zwischen mir und einem Bundesbruder hatte dazu geführt dass ich ursprünglich nach Käsekreinerknödeln Ausschau gehalten hatte, welche allerdings (noch?) nicht existieren. Somit ist auch meine nächtliche Nachricht an einige von Euch erklärt, ich hoffe ihr konntet es mit Humor nehmen. Am Pennälertag scheint es mir verständlich, wenn im Eifer des Gefechts in die falsche Gruppe gepostet wird. 

Meinen Bericht möchte ich mit persönlichen Dankesworten an einen verdienten Bundesbruder zum Ende führen und denke für uns alle zu sprechen, wenn ich Bundesbruder Stefan Dieminger vlg. Dimi meinen Dank und Respekt ausspreche. Als einziger Chargierter der Nibelungia hat er uns bei allen Veranstaltungen, die es erforderten, vertreten. Ich habe ihn im Laufe des Wochenendes nur ein einziges Mal nicht in der Vollwichs angetroffen. Dafür ein herzliches Dankeschön! Ein Pennälertag ganz ohne eigene Chargierte wäre doch auch schade gewesen! Gerade wenn man bedenkt, dass du seitens unserer Verbindung nicht zu den eigentlich Verpflichteten gehörst, finde ich deine Leistung lobenswert. 


Nächstes Jahr wird uns der Pennälertag nach Kitzbühel führen. Ich darf euch versprechen im Rahmen meines Alleingangs am Freitagabend vielversprechende Kontakte ins Tirolerland geknüpft zu haben, wo uns bestimmt ein uriger Pennälertag erwartet. Ich freue mich, viele von euch dort zu treffen, wenn es wieder heißt: Wir sind die Jungs aus DER Landeshauptstadt, hey!  


Mit den besten bundesbrüderlichen Grüßen, euer Mustang

 

Auf euer baldiges Kommen freuen wir uns!